4 Faktoren, die die Lieferketten der Zukunft beeinflussen

Der Angriffskrieg Russlands in Verbindung mit pandemie- und klimabedingten Beeinträchtigungen sind nur die jüngsten Ereignisse, die die globalen Lieferketten erschüttern. Daher ist es an der Zeit, die traditionellen Lieferketten-Modelle zu überdenken. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat in ihrem diesjährigen Future of Supply Chain-Report 900 Führungskräfte aus dem Supply-Chain-Management befragt und vier Kernelemente definiert, die in der Logistik von morgen eine entscheidende Rolle spielen sollen.

Verschiebung Nr. 1: Von standortzentrierter Arbeitsgestaltung hin zu Fokus auf den Mitarbeiter

Der technologische Fortschritt ermöglicht ortsunabhängiges Arbeiten, die Corona-Pandemie hat diesen Trend zusätzlich verstärkt. Vor allem jüngere Arbeitnehmer bevorzugen flexible Arbeitszeiten und ortsunabhängiges Arbeiten. 61 % der Teilnehmer an der Umfrage zur Zukunft der Lieferketten sind sich einig, dass die jüngste Beschleunigung von ortsunabhängigem Arbeiten zu einem permanenten hybriden Arbeitsmodell führen wird.

Um sich auf diesen Wandel vorzubereiten – und den Wettlauf um Talente nicht zu verlieren – muss der Mensch in der zukünftigen Arbeitsgestaltung im Vordergrund stehen. Damit das gelingt müssen Arbeitgeber Wege finden, die Flexibilität zu erhöhen, sei es beispielsweise durch Teilzeitmodelle oder den Einsatz neuer Technologien.

Verschiebung Nr. 2: Von Echtzeit-Analysen zur Entscheidungsausführung in Echtzeit

Die meisten Supply-Chain-Führungskräfte sind sich einig, dass Unternehmen von ihren Lieferketten erwarten, dass sie in nahezu Echtzeit präzise und konsistente Entscheidungen treffen, um der zunehmenden Schnelllebigkeit der Märkte gerecht zu werden. Voraussetzung dafür ist der Zugang zu Echtzeitdaten für die Analyse und Entscheidungsfindung sowie die Fähigkeit, diese Analyse sofort durchzuführen.

Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass der Fokus vieler Führungskräfte zwar auf dem Einsatz von Echtzeitdaten liegt, aber Investitionen, die eine Ausführung in Echtzeit ermöglichen würden (z. B. Smart Factory), hinauszögern.

Verschiebung Nr. 3: Von unzureichenden Nachhaltigkeitsversprechen zur echten Verwirklichung von Nachhaltigkeit

Die Erwartungen der Kunden in Bezug auf soziale und ökologische Auswirkungen erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette und umfassen auch die Art und Weise, wie Unternehmen Produkte und Dienstleistungen beschaffen, herstellen, verpacken, liefern, zurückgeben und vernichten. Die Kunden sind zwar bereit, dafür zu zahlen, aber sie bestrafen auch Untätigkeit und unzureichende Bemühungen.

Es überrascht daher nicht, dass die Teilnehmer der Umfrage eine Zukunft vorhersagen, in der eine authentische Umsetzung der sozialen und ökologischen Verantwortung unzureichende Versprechungen ersetzen muss.

Verschiebung Nr. 4: Von operativer Exzellenz hin zur Ausweitung von Innovation

Führungskräfte sagen eine Verlagerung von der operativen Exzellenz hin zu mehr Innovation voraus. Um wirklich innovativ zu sein, müssen Unternehmen über das Produkt hinausblicken und über alles nachdenken, was das Unternehmen anbieten kann, wie z. B. Verpackungs- und Abwicklungsdienste.

Derzeit investieren nur etwa 40 % der Führungskräfte in die Führungspositionen, die für die Förderung neuer Innovationsprojekte erforderlich sind. Dynamische und vorausschauende Investitionen wie diese sind unerlässlich, damit sich die Lieferkette weiterentwickeln kann, um dem sich ständig verändernden globalen Markt gerecht zu werden.

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Quelle: www.gartner.com